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Symphony of Lights in Hongkong

Es ist die einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne, Orient und Okzident, die auf viele Besucherinnen und Besucher Hongkongs einen unwiderstehlichen Reiz ausübt. Diese spiegelt sich sowohl in der Architektur als auch in der Kultur der Stadt wieder.

Dabei lässt sich der Gesamteindruck der zu Recht als ‚Weltstadt Asiens‘ bezeichneten Metropole in erster Linie mit Begriffen wie prachtvoll, glitzernd, opulent und fortschrittlich beschreiben. Dass in diesem faszinierenden Reich aus Stahl und Glas vor allem den Leidenschaften des modernen Menschen nachgegangen wird, verdeutlicht bereits ein Blick auf die grandiosen Einkaufsparadiese, die angesichts ihres umfangreichen Sortimentes kaum mehr Wünsche offen lassen und folglich selbst versierte Shopping-Enthusiasten in Verzücken versetzen werden. Erholsame Momente versprechen wiederum die zahlreichen Esstempel, in denen ohne Ausnahme alles zubereitet wird, was die internationale Küche anspruchsvollen Genießerinnen und Genießern zu bieten hat.

Natürlich darf bei all dem Prunk auch eine gehörige Portion an Unterhaltung und Zerstreuung nicht fehlen. Ein besonderes Highlight stellt in diesem Zusammenhang die sogenannte ‚Symphony of Lights‘ dar, welche die Wolkenkratzer der vibrierenden Stadt in ein schon fast märchenhaftes Licht taucht.
Doch was ist von dieser eindrucksvollen Multimediashow eigentlich genau zu erwarten und inwiefern ist ein Besuch lohnenswert?

Die Symphonie der Lichter – eine Einführung

Aufgrund des zentralen Standortes und der Häufigkeit der Aufführungen gehören Besucher/-innen der asiatischen Metropole, denen die Lichtershow entgeht, schon fast zu den Ausnahmefällen. Schließlich findet das Spektakel, welches es als weltweit größte und ohne Unterbrechung dargebotene Licht- und Klangshow ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hat, täglich statt. Dabei werden für einen Zeitraum von etwa zehn Minuten 45 der auf beiden Seiten des Hafens Victoria Harbour liegenden Gebäude in die dekorative Licht- und Laser-Aufführung einbezogen. Begleitet wird dieses außergewöhnliche Zeugnis modernster Technologie, welche aus dem Hause des australischen Unternehmens Laservision stammt, von ansprechenden musikalischen Klängen. Beginn ist 20.00 Uhr lokale Zeit. Bei schlechten Wetterverhältnissen ist jedoch mit Ausfällen zu rechnen. Grundsätzlich kann man sich hier an den entsprechenden Signalen orientieren, welche vor Sturm, Regen oder Zyklongefahr warnen. Wenn diese an dem jeweiligen Tag der Aufführung nach 15.00 Uhr zum Einsatz kommen, ist davon auszugehen, dass die Show nicht stattfindet.

Dass den Verantwortlichen der Tourismusindustrie mit der Einführung dieses Events ein ganz besonderer Schachzug geglückt ist, zeigt allein die hohe Anzahl an Besucherinnen und Besuchern, welche gegenwärtig bei über vier Millionen liegt. Gravierende Unterschiede hinsichtlich der Ausmaße und Inhalte der Multimediadarbietung lassen sich vor allem bei besonderen Anlässen erkennen. Wer beispielsweise die Gelegenheit hat, Hongkong zu Weihnachten oder während des Chinesischen Neujahresfestes einen Besuch abzustatten, der wird in den Genuss einiger glanzvoller Extras kommen. Dazu zählt unter anderem ein fantastisches pyrotechnisches Feuerwerk von den Dächern der in das Event einbezogenen Gebäude.

Möchte man einen besonders guten Blick auf diese schillernde Darbietung haben, so empfehlen sich verschiedene Standorte. An erster Stelle sind hier die sogenannte ‚Avenue of Stars‘ sowie der ‚Golden Bauhinia Platz‘ in Wan Chai zu nennen. Diese bieten nicht nur eine ausgezeichnete Aussicht, sondern sind auch der beste Ort für optimale Klangerlebnisse. Zu berücksichtigen ist hier, dass die Erzählungen ausschließlich an den Tagen Montag, Mittwoch und Freitag auf Englisch erfolgen.

Symphony of Lights

Symphony of Lights ©iStockphoto/kwokfai

Themenschwerpunkte der Multimediashow ‚Symphony of Lights‘

Die ‚Symphony of Lights‘ besteht aus fünf verschiedenen Themen, welche den außergewöhnlichen Aufstieg Hongkongs zu einer innovativen und facettenreichen Weltmetropole beschreiben.

Die Anfänge werden unter dem Begriff ‚Erwachen‘, auf Englisch ‚Awakening‘, zusammengefasst und in der Show in Form tanzender Lichter und Regenbogenfarben umgesetzt. Um Fortschritt und Entwicklung Hongkongs zu symbolisieren, werden Schritt für Schritt sämtliche Gebäude in Licht getaucht. Das zweite Stadium spiegelt die außergewöhnliche Energie der asiatischen Metropole wieder. Zusätzliche Farbelemente und zuckende Lichtstrahlen tun das Ihre, um einen entsprechenden Eindruck zu erwecken. Der ungewöhnliche kulturelle Reichtum kommt im dritten Teil der Show unter dem Titel ‚Erbe‘ in Form der traditionellen Farben Rot und Gold sowie der Verwendung chinesischer Instrumente ins Spiel. Die vierte Szene wiederum dient der symbolischen Darstellung der Partnerschaft, welche durch die abwechselnde Beleuchtung beider Seiten des Hafens erreicht wird. Der Titel des letzten Stadiums der Multimediashow ‚Celebration‘ spricht bereits für sich selber. Denn hier werden sowohl die Einheit Hongkongs sowie der zukünftige Ruhm der Stadt mit einer wahren Serenade kraftvoller Klänge und farbenfroher vibrierender Lichter gefeiert.

Letztere setzen sich aus dem gesamten Potpourri zusammen, welches die moderne Technologie zu bieten hat. Von Scheinwerfern bis hin zu Laserstrahlen findet sich hier alles, was in puncto kreative Lichteffekte auf dem Markt verfügbar ist. Auf diese Weise entsteht ein schon fast übernatürlich anmutendes Schauspiel, welches sowohl Einheimische als auch ausländische Touristen in seinen Bann zieht. Alternativ zu den genannten Standorten besteht auch die Möglichkeit, sich die Erläuterungen auf Englisch im Radio unter FM 103,4 MHz anzuhören. Dies garantiert den Gästen alle nur denkbare Freiheit. Wer beispielsweise ein lauschiges Plätzchen am Hafen suchen und sich von der Multimediadarbietung fernab der Touristenströme verzaubern lassen möchte, der muss sich lediglich mit einem mobilen Radio ausrüsten.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art verspricht zudem eine abendliche Bootstour in Verbindung mit der Show ‚Symphony of Lights‘. Erholungsbedürftige Urlauberinnen und Urlauber können dem Spektakel so ganz entspannt und komfortabel an Deck ihres Schiffes bei einem Glas Wein oder einem erlesenen Gericht beiwohnen.

Eindrucksvoll, aber nicht unbedingt notwendig? – Ein Fazit

Dies ist zumindest das Statement einiger Gäste, die vielleicht aufgrund einer übertriebenen Erwartungshaltung bei ihrem Aufenthalt in Hongkong so manche Enttäuschung erlebten.

Hier ist darauf zu verweisen, dass die Wirkung, welche die ‚Symphony of Lights‘ auf ihre Gäste hat, zweifellos von dem jeweiligen Erfahrungsschatz abhängt. Wer beispielsweise schon zahlreiche Multimedia-Shows gesehen hat, wird dieses Event vielleicht eher verhalten bewerten. Eine Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang gewiss auch die Tatsache dar, dass allein die Skyline von Hongkong bereits so überwältigend ist, dass dagegen alle zusätzlichen Attraktionen verblassen.

Grundsätzlich lässt sich hier jedoch keine allgemeingültige Empfehlung aussprechen. Befindet man sich zum genannten Zeitpunkt in Hongkong und hat vielleicht schon immer den Wunsch gehegt, einer derartigen Darbietung beizuwohnen, so sollte man die ‚Symphony of Lights‘ keinesfalls verpassen. Verbindet man damit jedoch eher romantische Augenblicke, so empfiehlt es sich, sich von den üblichen Touristenzentren fernzuhalten und das Spektakel irgendwo anders in Hafengegend in aller Stille zu genießen. Wer seine Urlaubspläne eigens für diese Darbietung ändert, muss schon ein ausgesprochener Fan von besonderen Lichteffekten sein. Ist man jedoch ohnehin vor Ort, so lohnt es sich gewiss, an der als einmaliges touristisches Event angepriesenen Show teilzunehmen und auf diese Weise in aller Kürze einen Eindruck von den Hauptmerkmalen zu gewinnen, die die aufstrebende asiatische Metropole nach eigenem Verständnis zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

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