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Avenue of Stars in Hongkong

Die Avenue of Stars in Hongkong hat ein weltberühmtes Vorbild: Sie ist dem Walk of Fame nachempfunden, jenem legendären Gehweg in Los Angeles, der sich zu beiden Seiten des Hollywood Boulevards erstreckt. Wie bei dem berühmten Vorbild sind auch auf der Avenue of Stars in Hongkong die Handabdrücke und Namen von berühmten Persönlichkeiten der Film- und Unterhaltungsbranche in stilisierten Sternen verewigt, die im Gehweg eingelassen sind. Ein beliebtes Fotomotiv sind eine überdimensionale Filmrolle und Filmklappe, die den Bezug zur Filmbranche deutlich machen. Nun werden in der Avenue of Stars in Hongkong selbstverständlich ausschließlich berühmte Personen geehrt, die eine große Rolle in der asiatischen Film- und Fernsehwelt spielen, daher sind dem europäischen Besucher die Namen der Stars sicherlich nicht so geläufig. Über die bekannten Künstler, die auf der Avenue of Stars verewigt sind, gibt es viele Geschichten zu erzählen. Jeder einzelne von ihnen hat eine interessante Karriere gemacht und blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück, die häufig durch Höhen und Tiefen, durch Mut und das unerlässliche Quentchen Glück gekennzeichnet ist. Sie alle hier aufzuzählen, ist schier unmöglich. Stellvertretend für die insgesamt 83 Geehrten sollen hier jene beiden vorgestellt werden, die auch außerhalb der asiatischen Filmszene berühmt wurden, nämlich Bruce Lee und Jackie Chan. Diese beiden gehören zu den Berühmtheiten, die aus China stammen und Weltruf genießen, sie sind den Besuchern aus westlichen Ländern wohlbekannt. Bruce Lee wurde an der Avenue of Stars in Hongkong sogar eine eigene Statue gewidmet, die ständig von Schaulustigen und Touristen umlagert ist. Die Bronzestatue ist 2,5 Meter hoch und wiegt 600 Kilo. Sie wurde am 27. November, seinem Geburtstag, aufgestellt trägt die stolze Aufschrift: „Star of the century: Bruce Lee“.

Bruce Lee

Der sino-amerikanische Schauspieler, Kampfkunstausbilder und Kampfkünstler wurde am 27. November 1940 in San Francisco geboren, wo sich die Familie vorübergehend aufhielt. Als Lee 3 Monate alt war, übersiedelte die Familie nach Hongkong. Bruce Lee gilt auch Jahrzehnte nach seinem frühen Tod am 20. Juli 1973 weltweit als Ikone des fernöstlichen Actionfilms und größter Meister der Kampfkunst, wobei er einen eigenen Kampfkunststil, Jeet Kune Do, entwickelte. Schon sein Vater war ein bekannter Schauspieler, so ist es nicht verwunderlich, dass auch der junge Lee Jun-fa eine entsprechende Karriere einschlug. Vorangegangen waren jedoch mehrere Jahre harter Kampfkunstausbildung, der sich Bruce Lee schon als Kind und Jugendlicher unterzog. Er strebte diese Ausbildung an, weil es glühender Wunsch war, die alten fernöstlichen Kampftechniken zu erlernen. Schon bald wurde sein Talent erkannt und gefördert. Er war außerdem ein ausgezeichneter Tänzer, was seinem Kampfstil, den er mit großer Ernsthaftigkeit entwickelte, eine gewisse Leichtigkeit verlieh. Mit 18 Jahren ging Bruce Lee nach Amerika, wo er zunächst bei einem Freund seines Vaters in San Francisco unterkam. Später lebte er in Seattle, wo er an der University of Washington unter anderem Schauspiel studierte. Doch zunächst schlug er beruflich einen anderen Weg ein und eröffnete mit einem Freund zusammen mehrere Trainingsstätten für seine eigene Kampfkunstmethode, an deren Perfektion er unermüdlich arbeitete. Trotzdem vernachlässigte er die Schauspielerein niemals ganz, immer wieder nahm er Filmangebote an und war regelmäßig in diversen Rollen zu sehen. Im Jahre 1964 erhielt er Gelegenheit, im Rahmen der ersten internationalen Karatemeisterschaften das der westlichen Welt bisher unbekannte Kung Fu vorzustellen. Diese Demonstration wurde von interessiertem Fachpublikum verfolgt und führte schließlich zu seinem Durchbruch. Dieser vollzog sich hauptsächlich im Bereich der von ihm entwickelten Kampfkunst, denn obwohl den anfänglichen Filmen nicht sehr großer finanzieller Erfolg beschieden war, sorgten sie doch für entsprechende Publicity. Hochkarätige Schauspielkollegen zählten zu seinem Freundeskreis und ließen sich teilweise in seiner Kampfkunst ausbilden. So konnte er neben seiner Tätigkeit als Schauspieler auch seine Trainingsstätten weiter ausbauen. Die Serie „The Green Hornet“, die in den USA finanziell floppte, wurde jedoch zu einem unvergleichlichen Erfolg beim chinesischen Publikum. Man identifizierte ihn mit seiner Rolle als Kato so sehr, dass man die ganze Serie in „Kato-Show“ umbenannte. Es folgten lukrative Filmangebote, Bruce Lee konnte bei bekannten Produzenten langfristige Verträge abschließen. Sowohl Hongkong als auch Hollywood begannen, sich um ihn zu reißen. Doch der Mann, der erst am Anfang einer vielversprechenden Weltkarriere stand, starb plötzlich und unerwartet in Hongkong während der Dreharbeiten zu dem Film „Der Mann mit der Todeskralle“. Er hinterlässt als künstlerisches Erbe eine ganze Reihe von Filmen des Genres und bleibt für seine Fans in der ganzen Welt unsterblich. Diesem schon legendär zu nennenden Ruhm hat man auch an der Avenue of Stars die ihm zustehende Ehre erwiesen.

Avenue of Stars

Avenue of Stars ©TK

Jackie Chan

Der Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Drehbuchautor und Stuntman Jackie Chan wurde am 7. April 1954 in Hongkong geboren. Seine Jugend war von der Tatsache geprägt, dass seine Eltern während des chinesischen Bürgerkriegs nach Hongkong geflohen waren. Die Familie lebte zunächst in ärmlichen Verhältnissen, dennoch erhielt Chan Kong-San, wie der Geburtsname des Schauspielers lautet, eine sehr gute Ausbildung an der als ausgesprochen streng bekannten China Drama Academy. Diese Peking Opera School war eine Art Internat, wo man sich schwerpunktmäßig auf Gesang, Schauspiel und Kampfsport – zu dem auch Kung Fu gehörte – spezialisierte. Nach dem Abschluss der Schule folgte der junge Chan zunächst seinen Eltern, die inzwischen nach Australien ausgewandert waren, und arbeitete dort unter anderem auf dem Bau. In dieser Zeit erhielt er von den Kollegen, die seinen chinesischen Namen nicht aussprechen konnten, den Rufnamen Jackie, den er als Künstlernamen beibehielt. Doch bei alldem verlor er sein Ziel, Schauspieler zu werden, nicht aus dem Auge. Nachdem er bereits im Kindesalter und als Jugendlicher Filmerfahrung hatte sammeln können, versuchte er den Einstieg zunächst als Stuntman und fiel durch besonders gewagte Aktionen auf. Er wirkte in Filmen Bruce Lees mit und machte sich daran, den amerikanischen Markt zu erobern. Doch hier nahm man ihn nicht mit offenen Armen auf, die Konkurrenz war groß und der Weg zum Erfolg hart umkämpft. Obwohl er mit so hochkarätigen Kollegen zusammenarbeitete wie Burt Reynolds, Roger Moore, Farah Fawcett und Dean Martin, blieb ihm der Erfolg zunächst versagt. Er kehrte nach Hongkong zurück und drehte dort mehrere erfolgreiche Filme, zum Beispiel Police Story. Erst durch den Film „Rumblin in the Bronx“ schaffte er 1994 den Durchbruch in Amerika und gewann weltweit viele neue Fans. Dadurch wurden seine früheren, fast ausschließlich in Asien gezeigten Filme bekannt und vor allem in Videotheken gehandelt. Da man ihn in Hongkongs Filmindustrie wie viele andere als Nachfolger des legendären Bruce Lee zu vermarkten versuchte, gelang es Chan nur langsam, sich aus diesem Image zu befreien. Er sah sich nie als Nachfolger des Vorbilds, sondern kreierte in den Kampfszenen seinen eigenen Stil, der sich durch akrobatische und komödiantische Einlagen deutlich vom ernsthafteren Stil Bruce Lees abhebt. Seine Popularität und seine finanziellen Erfolge nutzt der Star für ein umfassendes soziales Engagement. Er betreibt und unterstützt Wohltätigkeitsaktionen und setzt sich für den Tourismus in seiner Heimat ein. Trotz seines Erfolges ist er ein Mann geblieben, der sich seiner Herkunft bewusst ist. Er ist mit Recht stolz auf den Weg, den er zurückgelegt hat. Sein Gesamtwerk umfasst 140 Filme, an denen er beteiligt war, davon allein mehr als 60 mit einer Hauptrolle. Der sympathische Künstler wurde auch in Europa ein großes Idol, er wurde zum Vorbild vieler Kampfsportler.

Wissenswertes über die Avenue of Stars

Zu finden ist die Avenue of the Stars als Abschnitt der Ufer-Promenade Kowloons. Sie ist bequem von der MRT Station Tsim Sha Tsui, Ausgang J, zu erreichen. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, Tanz- und Gesangseinlagen gehören ebenso zum Programm auf der Avenue of Stars wie die 15-minütige, mit Musik untermalte Lasershow, die man am frühen Abend bewundern kann. Imbissbuden sorgen für eine kleine Stärkung und bieten Erfrischungen an. Ein Bummel über die etwa anderthalb Kilometer lange Promenade ist vor allem in den Abendstunden zu empfehlen. Die wenigen in der westlichen Welt bekannten Berühmtheiten hat man zwar schnell abgegrast, man sollte aber dennoch Zeit zum Verweilen einplanen. Die Aussicht auf die erleuchtete Skyline der Insel Hong Kong ist einfach unvergleichlich und lädt zum Schauen und Genießen ein.

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